neu & interessant

Leseprobe sehr vielversprechend

Bildquellen: Fischer Sauerländer Verlag (Cover Download, Screenshots aus der Leseprobe, 24.02.2026)

Alastair Chisholm

I am Wolf – Der Kampf der Tierclans

Coll ist »Wolf«. Er lebt mit seinem Clan auf einer riesigen Tiermaschine in Gestalt eines Wolfes. Gemeinsam durchstreifen sie ihr Land, bekämpfen andere Bestien und verteidigen ihr Territorium. Doch während eines Angriffs wird Coll von »Wolf« heruntergeschleudert und zurückgelassen. Nun muss er auf dem Boden überleben. Das Schicksal führt ihn mit Kindern von anderen Tierclans zusammen, »Keiler« und »Rabe«. Coll will unbedingt zurück zu »Wolf«, seine Gefährten hingegen haben andere Pläne. Kann Coll ihnen vertrauen? Kann es in der rauen Welt der Tierclans Freundschaft geben?

(Quelle: Fischer Sauerländer Verlag, Verlagstext)

Das sagt der Verlag:
  • Packend, faszinierend, originell: Der Auftakt einer actiongeladenen Kinderbuchserie über Tierclans und ungewöhnliche Freundschaften Tierclan-Serie für Kinder ab 10 Jahren
  • Ein mitreißendes Abenteuer in einer faszinierenden, zukünftigen Welt, die von Clans in gigantischen Tiermaschinen beherrscht wird. Tier-Fantasy voller Spannung und Actionleicht verständlich und kompakt in kurzen Kapiteln erzählt: Das perfekte Buch für Wenigleser ab 10 Jahren.

Fischer Sauerländer Verlag

ab 10 Jahren

224 Seiten

ISBN 978-3-7373-4408-1

Gebunden

13,90 € (D)

erschienen am 23.04.2025

Persönliche Einschätzung 

Schon die Optik der Reihe ist ein Hingucker – und die Leseprobe hält dieses Versprechen sofort ein: I am Wolf startet ohne Anlauf actionreich und rau, mit einem Kräftemessen der gigantischen Tiermaschinen, bei dem klar wird, dass Kämpfe hier Konsequenzen haben. Diese Zukunft ist hart und knapp: wenige Menschen, starke Rivalitäten, Revierdenken und Clanregeln – „Wir sind Wolf. Nichts anderes ist von Bedeutung!“ fühlt sich nicht nur wie ein Spruch an, sondern wie das Gesetz dieser Welt. Gleichzeitig ist das Setting herrlich futuristisch: Die biomechanischen Tierwesen sind Maschinen – und doch fast lebendig. Mit Anthrylen als geheimnisvollem „Kitt“ bekommt das Worldbuilding eine faszinierende Logik: Verletzungen, Reparaturen, Zusammenfügen – als würde Technik atmen.

Was zusätzlich richtig gut als „Leseköder“ funktioniert, ist Coll selbst: kein makelloser Held, sondern einer, der durch alte Verletzungen spürbar benachteiligt ist – und genau deshalb wütend, ehrgeizig und fest entschlossen, sich zu beweisen. Dieses „Ich zeig euch, was in mir steckt“-Gefühl sitzt tief und macht ihn sofort greifbar. Viele Kinder (nicht nur Jungs) kennen das: unterschätzt werden, härter kämpfen müssen als andere, dazugehören wollen – und gerade aus diesem inneren Druck entsteht hier eine starke Identifikation, die die Spannung noch einmal zusätzlich antreibt.

Für Kinder, die Tempo brauchen, Gefahr mögen und gern in Welten eintauchen, in denen es nicht geschniegelt zugeht, wirkt das Buch wie ein Türöffner fürs Lesen: nicht zu umfangreich, aber mit Sog, Härte und Technik-Faszination. Und weil im Hintergrund offensichtlich eine größere Vorgeschichte und ein Machtgefüge zwischen den Clans lauert, bleibt nach der Leseprobe vor allem eins: das Gefühl, dass das hier erst der Anfang ist – und man unbedingt wissen will, wie diese Welt funktioniert.